Buchtipp: Kinder in der geistigen Welt

Heute habe ich wieder einen Buchtipp, der vor allem etwas für die Menschen ist, die schon daran glauben, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Das Buch heißt „Kinder in der geistigen Welt“ und ist von Pascal Voggenhuber. Von ihm selbst und seiner Profession (er bezeichnet sich selbst als Medium und ich tue mich irgendwie oft etwas schwer damit) mag man halten was man will, aber das Buch fand ich sehr tröstlich und wenig abgehoben.

Er beschreibt darin in lockerer und leicht verständlicher Sprache vieles zum einem Thema, was man grob beschrieben als Wiedergeburt bezeichnen kann. Dabei geht es darum, dass er beschreibt, dass wir geistige Wesen sind, die in unserem Leben auf der Erde eine körperliche Erfahrung machen, in der wir bestimmte Aufgaben haben und an der wir wachsen dürfen und sollen. Auch wenn man selbst nicht besonders esoterisch veranlagt ist, kann man viele schöne Dinge aus dem Buch mitnehmen. So beschreibt er beispielsweise auch, was passiert, wenn Kinder gar nicht erst geboren werden. Er erzählt davon, wie Seelen sich zusammenfinden und wie „entschieden wird“, welche Seele zu einem kommt.

Was ich persönlich wunderbar fand waren im hauptsächlichen drei Erkenntnisse:

Seelen finden sich zusammen, um aneinander wachsen zu können. Wenn Kinder sich ihre Eltern aussuchen, dann haben die Seelen sich vorher abgesprochen und sie haben ja zu den jeweiligen Aufgaben gesagt, die mitgebracht werden. In Bezug auf uns bedeutet das, dass Mika auf die Welt kam, um nur kurz dort zu sein und seine kleine große Aufgabe zu erfüllen. Und wir haben ihn in die Welt bringen dürfen, weil wir ihm das geben konnte, was er brauchte um seine Aufgabe zu erfüllen und, auch wenn es furchtbar schmerzlich ist, weil es ein Teil unserer Aufgabe ist, diesen Verlust zu ertragen und daran zu wachsen.

Wir sehen unsere Lieben sowohl im Jenseits als auch in den kommenden Leben wieder. Im Buch wird beschrieben, wie das, was von unseren Seelen auf der Erde ist, immer nur ein kleiner Teil des Ganzen ist. Und wie wir im nächsten Leben, in dem wieder ein Teil des Ganzen auf die Welt kommt, auch unsere Lieben wieder irgendwie in unsere Leben treten. Eltern und Kinder beispielsweise treffen sich immer irgendwann wieder, sei es als Freunde, als Partner, oder auch wieder als Familie. Die Menschen, die uns seelenverwandt sind, haben oft einen ganz besonderen Bezug zu uns, weil sie durch eine solche Verbindung an uns hängen. So kann es sein, dass eine beste Freundin ein Familienmitglied aus einem früheren Leben ist. Ich weiß, dass Reinkarnation nicht Jedermanns Idee ist, aber die Vorstellung einer überdauernden Verbindung finde ich wunderschön.

Als Drittes und am wichtigsten war für mich der Aspekt der Zeichen durch unsere Lieben, der im Buch behandelt wurde. Es wird darüber gesprochen, dass wir Zeichen von unseren Kindern bekommen und, noch wichtiger, dass wir um diese Zeichen bitten dürfen. Bevor ich dieses Buch las, war ich mir in meinen Wahrnehmungen unsicher. Ich habe mich oft nicht getraut, auf mein Gefühl zu vertrauen und die Zeichen von Mika als Zeichen zu erkennen. Das Buch hat mich bestärkt, ihn zu bitten. Ich hatte solche Angst, enttäuscht zu werden und zu wissen, dass ich mir alles nur eingebildet habe. Die Überwindung war unglaublich hart. Aber ich habe es getan, ich habe ihn gefragt und ich habe eine Antwort bekommen. Die Begebenheit ist unter der Rubrik „Zeichen von Mika“ unter dem Titel „Gewissheit“nachzulesen. Hätte es dieses Buch nicht gegeben wäre ich nie dort, wo ich jetzt bin. Mir würde das tiefe Vertrauen in meine Wahrnehmung fehlen und ich würde immernoch zweifeln. Jetzt glaube ich nicht mehr. Ich weiß. Und das ist unglaublich wertvoll.

Deshalb kann ich dieses Buch vor allem denjenigen ans Herz legen, die ein offenes Ohr für „esoterische“ Vorstellungen haben und bereit sind, Dinge in Erwägung zu ziehen, die nicht so einfach zu verstehen sind. Und selbst wenn man nur ein oder zwei Dinge aus dem Buch mitnehmen möchte, hat es sich doch gelohnt finde ich. Außerdem mochte ich den Schreibstil sehr, weil er nicht abgehoben sondern ganz nah beim Leser ist.

Leider ist das Buch bei vielen Lieferanten vergriffen. Momentan (Stand 30.06.2016) kann man es beispielsweise über Thalia beziehen, als Taschenbuch kostet es 15,90€. Ansonsten gibt es einige schweizer Verlage und Buchhändler, wo man es beziehen kann und ich könnte mir vorstellen, dass manche esoterische Buchhandlungen es sogar noch auf Lager haben. Ein Gang in die Bücherei lohnt sicher auch.

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Junge Seele

Als unser Besuch im Krankenhaus war, wurde uns etwas gesagt, dass ich da noch nicht verstanden habe. Nachdem die Heilerin dich angesehen und berührt hat schaute sie mich an und sagte mir, dass du eine ganz junge Seele hast. Ich habe das damals nicht verstanden. Ich kannte mich mit solchen Dingen nicht aus, hatte es wie gesagt immer nur müde belächelt. Aber ich weiß jetzt, was es hieß. Sehr junge Seelen bekommen leider sehr kurze Aufgaben, sagt man. Und deine Aufgabe war leider schnell, viel zu schnell schon vorbei. Ich wünschte, du hättest länger bleiben können. Ich wünschte, du hättest mehr Zeit gehabt, und auch wir hätten mehr Zeit gehabt dich mit all unserer Liebe zu umgeben und dich zu umsorgen. Es schmerzt so sehr, dass du so bald wieder gehen musstest. Aber wir haben auch gesagt bekommen, Kinder suchen sich ihre Eltern aus. Es wird auf irgendeiner Ebene schon ausgehandelt, was passieren wird. Wir erzählen uns die Aufgaben, die wir mitbringen, zeigen uns die Päckchen, die wir durch unser Leben tragen. Und wenn unsere Aufgaben zusammenpassen und wenn wir bereit sind, uns zusammenzutun, und wir miteinander und aneinander wachsen können, dann bekommen wir ein Kind. Wir haben dich genommen, mit deiner Aufgabe, mit deiner schrecklich kurzen Lebenskerze. Wir haben ja gesagt. Und ich würde immer wieder ja sagen. Selbst wenn ich weiß, dass ich mein ganzes Leben darunter leide – ich würde dich wieder haben wollen, wieder lieben wollen. Immer wieder. Du bist das Beste, was mir je passiert ist und das Schönste, was ich jemals haben durfte. Trauer ist die dunkle Rückseite der Liebe, habe ich gelesen, und wir trauern nun um eine Kostbarkeit, die Gott uns nur geliehen hatte.

Aber nun husch husch, zurück ins Krankenhaus. Die nachfolgenden Tage ergaben nichts neues bei deinen Untersuchungen, und dann entschieden sich die Ärzte, etwas Liquor abzulassen, falls du Kopfschmerzen hattest. Man konnte es ja nicht wissen, weil du nie geweint hast, und deine Vitalfunktionen waren sowieso zu hoch. Dein Ommaya-Reservoir wurde punktiert. So etwas wird bei vollem Bewusstsein gemacht, nur etwas Dormicum bekamst du. Du warst so richtig, richtig breit. Du bekamst es intravenös und ganz kurze Zeit später fingst du an, vor dich hinzugrinsen. Hast alles mögliche angefasst. Ich habe sehr gelacht, mitten im Untersuchungszimmer, zwischen all den Ärzten. Und sie haben mit mir gelacht. Ein Verbandswechsel wurde gemacht und die Punktion wurde durchgeführt. Ich habe immer zu dir gesagt: „Schau mal, wir machen Karneval für dich.“ Alle hatten grüne Kittel an, und Mundschutz und eine Haube. Dein Kopf musste abgedeckt werden, aber ich habe dir erzählt wir bauen dir ein Zelt, und ich habe darunter hergelinst und für dich gesungen. Du warst ganz ruhig. Die Nadel ist sehr dünn, viel dünner als die, mit denen man Blut abnimmt. Du hast kaum etwas gemerkt. Nur das festhalten gefiel dir nicht. Und dann war es schon vorbei. Schnell das doofe Zelt von deinem Kopf nehmen, schnell den Mundschutz ab, die Kittel weg. Ich wusste es noch nicht, aber zu dem Zeitpunkt begann der Druck bereits von selbst nachzulassen. Das Punktieren wäre vielleicht gar nicht nötig gewesen. Das, was wir versucht hatten, hatte geholfen. Die OP-Stelle schwoll ab. Deine starke Seele war gesünder geworden und somit ging es deinem Körper besser. Leider nur für kurze Zeit.