Ein kleiner Gruß

Gestern ist etwas sehr schönes passiert. Ich bin mir sehr sicher, dass du bei mir warst, mein Schmetterling. Und ich habe mich riesig darüber gefreut. Nachdem ich deine kleine Schwester weggebracht hatte und wieder nach Hause kam, um mit der Arbeit zu beginnen, flog ein Schmetterling sehr zielstrebig auf mich zu. Ein wunderschönes, leuchtend buntes und verhältnismäßig großes Tagpfauenauge war es. Sie sind rar bei uns und ich sehe nur sehr selten welche. Zitronenfalter und Kohlweißlinge gibt es in rauen Massen, aber Tagpfauenaugen, nach meinem Empfinden eine der schönsten Arten von Schmetterlingen, gibt es nur selten. Und dieser fröhlich bunte Falter flog direkt auf mich zu und setzte sich auf meine Brust. direkt über meinem Arm, den ich gehoben hatte als ich seine Absicht wahrgenommen hatte. Ich konnte seine Flügel direkt an meinem Arm spüren. Ich hab sofort gewusst, dass du es warst, der mir hier einen Gruß schenken wollte. Ich begrüßte den Schmetterling, wünschte ihm einen guten Morgen. „Wie geht es dir?“, fragte ich. Er blieb weiter sitzen und ich sah ihn an, in seiner ganzen Schönheit und ganz nah bei mir. „Ich hab dich lieb.“, sagte ich. Dann erhob er sich von meinem Arm und flog davon, in den wolkenlos klaren blauen Morgenhimmel. Ich habe mich gefreut, dass du mir so nah warst, mein Schmetterling. Wenn auch nur für einen kurzen Moment.

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Hoffnungsschmetterling

Lange hast du dich nicht mehr wirklich deutlich gezeigt, mein Schmetterling. Und nun mehrmals kurz hintereinander. Angefangen hat alles damit, dass eine gute Freundin, die dich sehr ins Herz geschlossen hat, eine sehr schlechte Zeit hatte. Eine Sache nach der anderen ging schief. Ihre Arbeit lief nicht so, wie sie es sich gewünscht hatte. Ein Fressfeind drang auf unbekannte Art und Weise bei ihr ein und dezimierte ihre Haustieranzahl brutal und dramatisch. Sie steckte viel Geld und viel Zeit in den Schutz ihrer Tiere, und in das Schaffen einer schönen Umgebung für sich, nur um den nächsten Tiefschlag zu bekommen: Eine Kündigung ihrer Wohnung entgegen aller vorherigen Ideen und Abmachungen, aus nichtigsten Gründen. Und zum krönenden Abschluss dieser Strähne trauriger Ereignisse folgte das Traurigste von allen: ihr geliebter Hund, langjähriger Begleiter, Tröster in der Not und Seelenverwandter, musste eingeschläfert werden. Krebs hatte sich bei ihm eingenistet und eine Symptomatik, deiner so schrecklich ähnlich, zeigte an, dass das Ende nah war und der Kampf beendet. Kurz darauf stand ein wichtiges und schweres Gespräch bei ihr an. Sie wusste nicht, wie sie die Kraft für dieses Gespräch finden sollte, geschweige denn wie sie es zu einem positiven Abschluss hätte bringen sollen, zumal ihre Seele so schwer war von den Dingen, die aus den letzten Tagen und Wochen noch auf ihr lasteten. Und als sie da saß und sich fürchtete vor diesem Gespräch und traurig war, weil sie nicht wusste, wie sie das schaffen sollte, kamst du. Wie du es so gern tust, kamst du als Schmetterling. Als Admiral flogst du an ihrer Tür vorbei, verweiltest kurz und flogst dann weiter. Sie sah dich, erzählte mir davon und ich war sicher, dass du gekommen bist um nach ihr zu sehen. Sie war der gleichen Meinung. Du kamst auch, um ihr Hoffnung zu schenken, denn du wusstest schon, wie das Gespräch ausgehen sollte. Denn es lief viel besser, als sie es sich hätte vorstellen können. Sie konnte entgegen aller Zweifel ihre Ziele erreichen, was ihr zukünftige Türen öffnen wird, und hoffentlich markiert dieses gute Gespräch den Beginn einer neuen, besseren Zeit. Und als das Gespräch beendet war und alles gut, da kamst du noch einmal, In den zweiten Stock ins Fenster, zu hoch für einen Schmetterling eigentlich, und zeigtest dich ihr ein weiteres Mal. Wie um zu sagen: ich habe dir doch gesagt, dass alles gut wird. Danke, mein Schmetterling, dass du ihr Hoffnung geschenkt hast, als alles so schwer war für sie ❤ Ich bin stolz auf dich.

Herzensverbindung

Zwischen deiner Schwester und dir besteht eine Herzensverbindung, mein Schmetterling. Da bin ich ganz sicher. Wir haben in der Küche zwei Vitrinen, auf denen Fotos von dir stehen, deine Spielzeuge und andere Erinnerungsstücke. Und deine kleine Schwester wollte schon sehr früh, quasi seitdem sie kommunizieren kann was sie sehen möchte, immer zu deinen Bildern. Und sie verhält sich ganz anders als mit vielen anderen Dingen. Sie ist normalerweise das typische kleine Kind. Alles muss in den Mund genommen werden, man muss die Dinge herunterwerfen, gegeneinander schlagen und testen, wie sie funktionieren. Mit deinen Sachen ist das nicht so. Sie weiß instinktiv, dass sie wichtig sind. Sie befühlt sie ganz zart mit einem Finger, viele nimmt sie nichtmal hoch. Streicht federzart über ihre Oberfläche, betastet und staunt. Als wüsste sie, dass es deine sind. Sie winkt dir zu, mein Schmetterling. Winkt deinen Fotos. Sagt aufgeregt: „Da! Da!“, und zeigt auf dich. Sie kennt dich. Schon sehr früh konnte sie sich so verständlich machen, zeigen was sie meint und möchte. Und eines Abends, glaube ich, hat sie dich gesehen. Wir haben über dich gesprochen, sie und ich. Ich habe ihr von dir erzählt, als wir gemeinsam auf dem Sofa saßen. Und plötzlich sagt sie ihr aufgeregtes: „Da! Da!“ Und zeigt hinter mich. Und als ich sie frage: „Ist da dein Bruder? Kommt Mika uns besuchen?“, winkt sie. Winkt hinter mich. Winkt dir zu? Ich frage sie: „Wo ist Mika?“ Und sie zeigt auf die gleiche Stelle. „Da, da.“, sagt sie. Winkt, lacht. Und ich lache auch. Und ich weine ein bisschen. Sie sieht dich, ich kann es leider nicht selbst. Aber das macht nichts. Du hast sie besucht, deine Schwester. Und mich auch. Da bin ich sicher.

Viel Spaß

Heute möchte ich von Mikas neuestem Zeichen erzählen.  Die Zeichen sind in der letzten Zeit weniger geworden. Ich habe davon schon oft gehört und nehme an, dass es normal ist. Trotzdem macht man sich seine Gedanken, fragt sich warum das so ist, ob es dafür einen Grund gibt, ob das Kind noch da ist.  Zweifel kommen auf. Auch wenn das natürlich Unsinn ist.  Ich habe mir vorher viele Gedanken darüber gemacht, ob Mika wohl bei der Geburt seiner Schwester anwesend sein wird, ob er an unserer Seite sein wird um sie in dieser Welt zu begrüßen.  Ich habe es mir sehr gewünscht, aber ich wollte auch nicht zu sehr darauf hoffen. Denn wenn man zu sehr hofft, wird man leicht enttäuscht.  Aber Mika war da, das hat er mir ganz deutlich gezeigt. Von Mikas besondere Freundin habe ich ja schon erzählt.  Die kleine Maya, die einen Draht zu ihm hat.  Die mit ihm spricht, auf ihre Art und Weise. Und die er sich ausgesucht hat, um mit mir zu sprechen.  Maya war baden an dem Abend, als Mikas kleine Schwester sich langsam auf den Weg gemacht hat.  Und nach dem Baden ist sie zu ihrer Mama gekommen  und hat ihrer Mama gesagt, sie soll mir viel Spaß wünschen.  Das hat die Mama auch gemacht.  Ein bisschen irritiert, aber sie hat es ausgerichtet. Was sie zu dem Zeitpunkt nicht gewusst hat, war das die Wehen kurz davor eingesetzt hatten.  Zu diesem Zeitpunkt waren sie alle 6 Minuten und die Geburt  kam langsam in den Fluss.  Und auch wenn ich erst nicht verstanden habe, wieso es ausgerechnet viel Spaß ist, was mir gewünscht wird, so wusste ich doch sicher, von wem diese Nachricht kommt.  Ich habe mich so sehr darüber gefreut. Mein Schmetterling ist nicht fort. Mein Schmetterling ist da. Und er war da, als seine Schwester zur Welt kam. Vielleicht hat er seine Uroma mitgebracht.  Vielleicht haben sie gemeinsam gewartet, bis das neue kleine Leben das Licht der Welt erblickt hatte.  Ich habe danach viel über die Wortwahl nachgedacht, da gebären für mich von Spaß ziemlich weit entfernt ist. Habe mich gefragt, ob das wohl der Humor des Schmetterlingspapas ist, der da durchkommt.  Aber vielleicht war es auch einfach ganz ernst gemeint. Dass es darum geht, Freude zu empfinden, wenn ein neues Leben auf die Welt kommt. Dass es darum ging, die Geburt an sich zu vergessen und auf das Ziel zu schauen.  Ich werde sicher irgendwann die Gelegenheit bekommen, dich das zu fragen mein Schmetterling. Bis dahin warte ich und bin froh und dankbar, dass du mir so deutlich gezeigt hast, dass du an meiner Seite warst. Du kennst meine Zweifel, ganz bestimmt. Und wieder hast du alles in Bewegung gesetzt, um mir zu zeigen: ich bin da.

Schmetterlingsfreundin

Ich hab schonmal geschrieben, dass ich mir gewünscht hätte, du hättest Freunde gehabt, mein Schmetterling, aber dass du dafür einfach noch zu klein warst. Wie schön es gewesen wäre, euch zusammen spielen zu sehen, zusammen lachen und toben. Aber eigentlich stimmt es nur halb, dass du nie die Gelegenheit hattest, Freunde zu finden. Denn eine Freundin hast du offenbar, wenn auch auf eine andere Art und Weise, als man meinen möchte. Ihr Name ist Maya.

Maya

 

Ihr habt euch nie im echten Leben kennenlernen dürfen. Maya kennt dich nur aus Erzählungen und Bildern, die ihre Mama ihr gezeigt hat. Maya weiß, dass du sehr sehr krank warst und dass du im Himmel bist. Und sie kennt deinen Baum. Ihre Ideen dazu sind ganz pragmatisch. Sie sagt, dass du jetzt dort wohnst und dass das schön ist, weil du dort nicht nass wirst. Sie redet viel von dir und erzählt im Kindergarten, dass du gestorben bist. Das ganz besondere an deiner Freundin Maya ist, dass sie sich mit dir unterhalten kann. Man sagt Kinder bis zu einem bestimmten Alter können Seelen ganz problemlos wahrnehmen. Offenbar ist da was dran. Maya träumt von dir und auch im Schlaf spricht sie mit dir. Woher wir das wissen? Einmal, weil man es hören kann. Und dann, weil du Maya von deinen Geschwistern erzählt hast. Wir haben sehr bald nach dem Krankenhaus versucht, ein Geschwisterkind für dich zu bekommen. Es hat eine ganze Weile gedauert, Abstillen und Trauer und all diese Dinge machen es für eine neue Seele nicht einfach, ihren Weg zu finden. Eines Tages, es war noch viel zu früh für uns um davon zu wissen, erzählte deine Freundin ihrer Mama, dass du jetzt ein großer Bruder bist. Als ihre Mama sie gefragt hat warum, hat sie gesagt, dass ich ein Baby im Bauch habe. Ich habe das nicht geglaubt, merkte ich doch rein gar nichts und war ich mir fast sicher, dass es wieder nicht geklappt hatte. Eine Woche oder etwas später darauf hielt ich dann aber den Beweis in den Händen. Du warst ein großer Bruder. Leider wollte dein Geschwisterkind dich aber noch nicht allein lassen und ist nach kurzer Zeit zu dir zurück gegangen. Maya hat ganz schlimm gebrochen, als es wieder davon geflogen ist, manchmal muss sie brechen wenn sie aufgeregt ist oder irgendetwas sie traurig macht. Erzählt hat es ihr an dem Abend niemand. Aber sie hat es trotzdem gewusst. Vielleicht hast du es ihr erzählt. Vielleicht warst du traurig, weil die kleine Seele doch nicht auf der Welt bleiben konnte, mein Schmetterling. Aber das war nicht das Ende. Zwei Monate später hat Mayas Mama mir erzählt, dass Maya wieder gesagt hat, dass ich schwanger bin. Und wieder war ich unglaublich skeptisch, mein Stern war erst vor so kurzer Zeit geflogen und ich merkte wieder nichts. Aber ein paar Tage später wusste ich Bescheid. Ein neues Wunder war auf dem Weg zu uns. Und Maya hat nicht nur das gewusst. Ihre Mama hat sie gefragt, was dein Geschwisterchen werden wird. Am Anfang hat sie gesagt, dass sie es nicht weiß. Aber irgendwann hat sie dann gesagt, dass es ein Mädchen wird. Ich war 100% überzeugt, dass du einen Bruder bekommst, mein Schmetterling, aber ich lag falsch. Deine Freundin Maya hat es gewusst.

Ich bin froh, dass du sie hast, mein Schmetterling. Denn wir sind manchmal zu blind und taub um zu sehen, wenn du uns etwas sagen möchtest. Maya kann dich besser hören. Und ich bin dankbar, dass du neben deinen Freunden im Himmel und deinem Geschwisterkind auch eine Freundin hier auf der Erde hast, die uns erzählt, wenn du uns etwas Wichtiges sagen möchtest.

Wie es gewesen wäre

Heute Nacht hast du mich wieder besucht, mein Schmetterling. Ich glaube es ging dir darum, mir zu zeigen, wie es gewesen wäre, hättest du den Kampf in der Nacht geschafft. Zum ersten Mal warst du nämlich älter, als ich dich kannte. Ich wusste trotzdem sofort, dass du es bist. Du warst mit uns unterwegs, ich glaube es war ein Zoo. Hast in einem Buggy gesessen, so ein klappriges Ding aus Gestänge mit nur ein bisschen Stoff dazwischen, was man aber schön klein zusammenfalten kann. Du hattest weiße Sandalen an, und sonst nur eine Windel. Es war warm, aber im Schatten hattest du eine leichte Gänsehaut. Und du konntest laufen. Noch nicht richtig gut, aber wackelig flitzen ging schon, mit deinen kleinen Sandalen auf deinen dicken Beinchen. Du warst gut drauf, hast mit Dingen gespielt, sie herumgewedelt um zu sehen, welche Geräusche sie machen, und sie uns begeistert hingehalten. Sprechen konntest du nicht, aber du hast deine typischen begeisterten Laute von dir gegeben, wenn dir etwas gefallen hat. Aber du warst krank. Immernoch. Gut gelaunt und aktiv, aber du hattest getrocknetes Blut an deiner Nase, nur ein bisschen. Und du hattest eine Magensonde in der Nase, der Schlauch klebte in deinem kleinen Gesicht. Und du hattest wenig Haare, die Narben auf deinem Kopf, zum Teil frisch, waren gut zu sehen. Und ich wusste, dass du gehen musst, dass ich dich nicht für immer behalten kann. Dass ich dich verlieren werde. Wieder. Du bist so froh herumgelaufen auf deinen Patschefüßen. Ich habe dich dann gerufen und habe gefragt: „Darf Mama dich in den Arm nehmen?“ Und du bist mit ausgebreiteten Ärmchen auf mich zugelaufen. Ich saß in der Hocke, und du bist mir in den Arm gefallen. Ich habe dich ganz fest umarmt, deinen kleinen Körper mit der dicken Windel, und habe geweint und geweint, weil ich wusste dass du nicht da bleiben kannst. Dann bin ich wach geworden.

Ich glaube du wolltest mir zeigen, dass es besser war, so wie es ist. Ich glaube du wolltest mir zeigen, dass der Kampf nicht aufgehört hätte. Ich habe es jetzt so oft gesehen, bei so vielen anderen kleinen Kämpfern mit deinem Monster im Kopf. Sie schaffen es, eine zeitlang. Aber meistens kommt es zurück. Hat sich nur versteckt und auf den rechten Moment gewartet. Es war so schön, dich im Traum zu halten. Es war so wunderschön, dich mit ausgebreiteten Armen auf mich zulaufen zu sehen und zu spüren, wie du deine kleinen Arme um meinen Hals schlingst. Auch wenn es nur ein kurzer Moment war, ich werde ihn in meinem Herzen festhalten, ganz fest, so lange ich kann. Aber das wäre es nicht wert gewesen. Dein längeres Leiden, die ständige Angst, deine Schmerzen und dein langer Kampf. Im Traum warst du sehr gut drauf, aber das wäre nicht immer so gewesen. Du hättest viel gelitten, noch mehr. Und das ist es nicht wert. Nichts in der Welt wäre es wert, dich noch mehr leiden zu lassen.

Weihachten mit Schmetterling

Heut ist Weihnachten. Das erste ohne dich. Es wäre auch das erste mit dir gewesen. Ich hatte mir alles so anders vorgestellt. Ich habe leuchtende Augen in meiner Vorstellung gesehen, wenn wir die Lichter am Christbaum anmachen. Ich habe mir vorgestellt, wie du den Christbaumschmuck anleckst, während wir den Baum schmücken, und ich dir immer wieder Sachen wegnehmen muss, weil du zwischen uns herumkrabbelst und an allem teilhaben willst. Ich hatte mir vorgestellt, wie ich ein Geschenk für dich verpacke und du es dann aufreißt. Das Geschenk wäre dir egal gewesen, ganz bestimmt, aber das Papier – das hättest du sicher toll gefunden. Ich habe mir unser erstes Weihnachten als Familie großartig und wunderbar vorgestellt. Jetzt ist es das schlimmste Weihnachten meines Lebens. Wir haben keinen Baum, was soll ein Baum ohne dass du da bist um ihn zu sehen? Wir haben auch keine Geschenke. Für wen denn? Wir haben kein besonderes Essen, denn das tollste Essen der Welt schmeckt heute nicht, so ohne dich. Andere Familien sitzen zusammen und feiern Weihnachten, sie lachen und sie streiten sich IMG_0210vielleicht. Wir sind heut zu einem kleinen Baum gefahren. Haben dir einen Tannenzweig auf dein Grab gelegt. Tannenzweige auf einem Kindergrab sind wohl das Gegenteil von Geschenken unter dem Weihnachtsbaum. Ich verstehe nicht, wie das alles passieren konnte. Und warum. Mein Herz tut so weh heute. So unendlich weh. Ich vermisse dich unendlich. Aber auch heute haben wir ein Zeichen von dir bekommen. Als wir von deinem kleinen Baum zurück fuhren haben wir ein Foto geschickt bekommen. Wir haben noch gestern eine Freundin besucht, die dich sehr fest in ihr Herz geschlossen hat. Sie hat Besuch bekommen. Am 24. Dezember. Wunderbaren Besuch, direkt vor dem Fenster. Denn ein kleiner Schmetterling kam zu ihr, und das Bild von ihr zu uns. Danke, mein Schmetterling, dass du uns nicht allein lässt an diesem Tag. Und auch wenn wir heute Abend keinen Baum haben und keine Geschenke, haben wir eine helle Kerze, die vor deinem Bild brennt. Und eine zweite helle Kerze, die deine geliebte kleine Seele in unseren Herzen angezündet hat.IMG_0211