Herzschmerz

Mein Herz schmerzt heute, mein Schmetterling. Ich weiß es geht vorbei, ich weiß es wird besser, aber es schmerzt und sticht und es weint, weint um dich und um noch so viel mehr. Ich habe ein Video gesehen in dem ein kleines Kind tanzt, größer als du und größer als deine Schwester, aber trotzdem noch klein, vielleicht vier Jahre alt. Es tanzt mit kahlem Kopf und dünnen Beinen. Es tanzt angeschlossen an Infusionen, umgeben von Pflegern und Schwestern, aber auch umgeben von Luftballons und einem Weihnachtsmann. Es tanzt mit einem Mundschutz, weil es so krank ist, dass es sich mit ncihts anstecken darf. Es tanzt obwohl es sterbenskrank ist, es tanzt gegen die Krankheit und gegen die Angst und gegen all das Schlimme an. Und in diesem Moment ist es in seinem Kopf nicht mehr krank, es ist einfach froh und es tanzt seine Freude heraus. Und es bricht mir das Herz, denn ich weiß, dass es einige Minuten später vielleicht wieder im Bett liegen wird, weil es schlapp ist. Dass es vielleicht Schmerzen haben wird oder brechen muss. Dass es vielleicht in ein paar Tagen wieder operiert werden muss oder eine Chemo kriegt. Dass es vielleicht nicht überstehen wird was auch immer an ihm zehrt. So viel Lebensfreude, übersprudelnd, leuchtend. Und dann so viel Schmerz und Leid und Trauer. Das dürfte es nicht geben. Kinder dürften nicht so krank sein, dass sie im Krankenhaus tanzen müssen, umgeben von Infusionen und Schläuchen. Sie sollten auf Wiesen tanzen und in ihren Betten zu Hause hüpfen und wild und frei und gesund sein.  Und deshalb muss mein Herz heute weinen, um dich und um dieses Kind und um all die anderen Kinder, die nicht frei sind, nicht auf Bäume klettern und im Schnee toben dürfen. Ich vermisse dich, mein Schmetterling, und ich hätte dir so ein wunderbares wildes und freies Leben gewünscht. Aber manchmal läuft es einfach alles anders als man es sich wünscht und alle Macht der Welt kann es nicht in Ordnung bringen.

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Mika ist doch da

Momentan geht es mir gut, mein Schmetterling, ziemlich gut. Ich fühle mich meistens glücklich. Wer hätte gedacht, dass das irgendwann wieder der Fall sein würde? Ich hätte es nicht geglaubt. Ich hätte nicht geglaubt, dass ich jemals wieder einen unbeschwerten Tag haben würde, nachdem du fortgehen musstest. Wenn ich in mich hineinfühle merke ich, dass der Schmerz und die Trauer da sind, aber ich spüre sie nicht immer. Sie nehmen nicht mehr so einen großen Teil von mir ein. Sie haben ihre Wurzeln zurückgezogen, ihre Fühler und Tentakel, sie sonst jeden Winkel meines Körpers durchdrungen und mich kontrolliert und ausgefüllt haben, sind fort. Schmerz und Trauer fühlen sich rund an, ein schwarzer kleiner Ball in meiner Mitte, der mich einsaugen könnte, wenn ich ihn zu lange betrachte, der aber nicht mehr groß genug ist um mein Wesen zu bestimmen. Er hat sich irgendwie in meinen Kern integriert und ist jetzt Teil meiner selbst. Wie eine Muschel in die ein Sandkorn gerät, und die irgendwann eine wunderschöne Perle produziert, um gesund zu bleiben, so habe ich Schichten um die Trauer gelegt. Sie ist nicht so schön wie eine Perle, aber sie ist ebenmäßig und rund und sie ruht in mir als wäre sie schon immer dort gewesen. So als gehöre sie dort hin. Aber wenn ich darüber nachdenke, dann gerate ich wieder in mein altes Dilemma. Ich habe Angst, dass ich dir nicht genug Respekt zolle, wenn ich nicht mehr traurig bin. Jedes Mal wieder sagt mir mein Kopf, dass es Unsinn ist, dass du froh bist, wenn ich froh bin. Dass du nie wolltest, dass ich leide, dass wir leiden, dass du uns leben sehen willst. Leben und lieben und lachen. Aber ich kann es nicht abstellen, dieses schlechte Gewissen dir gegenüber. Liebe ich dich weniger als zuvor? Ganz sicher nicht. Denke ich weniger an dich als zuvor? Ja, vielleicht. Aber nicht weil du mir weniger bedeutest. Ich habe weniger Zeit um nachzudenken als früher. Aber was heißt schon weniger? Du bist jeden Tag in meinen Gedanken, immer noch. Und du wirst es immer sein. Aber meine Gedanken sind anders. Liebevoll und friedlich – zumindest meistens. In meinem Herz ist ein bittersüßes Gefühl wenn ich dein Bild vor Augen habe. Spreche ich weniger von dir? Nein, ganz im Gegenteil. Ich spreche mehr von dir, denn deine Schwester redet über dich. Und vor Kurzem sagte sie mir: Mika ist doch da. Einfach so. Ich hatte sie auf dem Arm und sie hat mich angesehen und sagte: Mika ist doch da.

Mika ist doch da. Ja, das bist du. Du bist da. In meinem Herzen, in meinen Gedanken, auf meiner Zunge. Und sicher auch um mich herum. Und deshalb kann mein schlechtes Gewissen dahin gehen, wo der Pfeffer wächst. Ich bin glücklich und du bist trotzdem da. Ich leide weniger und du bist trotzdem da. Mika ist doch da. Und du bleibt da, mein Schmetterling, du bleibst für immer da wo du hingehörst: Zu uns.

Himmelskindergarten

Als ich vorhin auf einer Sternenkinderseite gelesen habe, hat es mich wie der Blitz getroffen. Willkommen im Himmelskindergarten stand dort. Ich habe vorher nie daran gedacht, aber du wärst wahrscheinlich spätestens jetzt auch in den Kindergarten gekommen. Du hättest einen tollen kleinen Rucksack gehabt, oder einen Koffer, oder vielleicht die schöne Fruchtalarm-Tasche, die du im Krankenhaus bekommen hast, und wärst zusammen mit uns losgezogen. Wir wären furchtbar aufgeregt gewesen, hätten uns Sorgen gemacht ob alles klappt, ob du schnell Freunde findest, ob es dir gefallen wird. Es hätte sicher die eine oder andere Träne gegeben. Bestimmt hättest du eine kleine Schultüte bekommen, also quasi eine Kindergartentüte, mit deinen Lieblingssüßigkeiten und einem Paket schöner Stifte, etwas Knete, Seifenplasen, ein Spielzeugauto oder eine Puppe, alles was das Kinderherz höher schlagen lässt. Ich kann mir dich bildlich vorstellen wie du mit einer Käppi auf dem Kopf und mit deiner Tasche bewaffnet losgezogen wärst. Vielleicht wärst du mir sogar einfach weggelaufen und hättest gar nicht mehr geschaut, wer weiß. Vielleicht wärst du gern in den Kindergarten gegangen und hättest es kaum erwarten können, die anderen Kinder zu treffen. Mit ihnen draußen zu spielen, im Sand, unter den Bäumen, zu malen und zu basteln, Geschichten zu lesen… Wir werden es nie erfahren. Und obwohl ich vorher nie daran gedacht habe, trifft es mich jetzt mit doppelter und dreifacher Härte. Du wärst ein Kindergartenkind gewesen. Du hättest es verdient gehabt, all diese Erfahrungen zu machen. Was würde ich nur geben, diese Sorgen haben zu dürfen, mir diese Gedanken machen zu dürfen, und die kleinen, heimlichen Abschiedstränen zu weinen, wenn ich im Auto sitze und nach Hause fahren möchte. Was würde ich nur darum geben, traurig zu sein, weil ich dich Stück für Stück in ein unabhängigeres Leben loslassen muss, loslassen darf. Loslassen musste ich dich, aber ganz anders. So, wie keine Mutter ihr Kind loslassen sollte. Deshalb gilt heute auch für dich: Willkommen im Himmelskindergarten, mein Schmetterling. Herzlich willkommen. Ich hoffe, du hast eine gute Zeit mit all den anderen Himmelskindern. Ich hab dich lieb. Ich wünschte, ich könnte dir eine Kindergartentüte schicken, mit allem was du magst. Aber du bist zu weit fort und ich weiß nicht einmal, was du magst. Deshalb schicke ich dir tausend Küsse und meine ganze, unendliche Liebe.

Eine Chance

Du hast mir eine Chance geschenkt, mein Schmetterling. Eine wundervolle Chance. Eigentlich wollte ich noch nichts darüber sagen, weil ich auch gar nicht weiß, ob am Ende alles klappen wird, aber es beschäftigt mich so viel, dass ich es nun doch loswerden muss. Ich wollte immer gern Bücher schreiben, schon seit ich jung war. Ich habe viele unfertige Geschichten, in alten Heften, vergraben auf meiner Festplatte, so viele Ideen und Erzählungen, die irgendwo liegen und darauf warten, noch einmal in die Hand genommen zu werden. Ich hatte diesen Traum irgendwann zu den Akten gelegt. Habe mich mit anderen Dingen beschäftigt. Und dann kamst du. Und ich hatte sowieso nur noch Zeit und Augen für dich, habe keine Gedanken mehr daran verschwendet. Und dann bist du gegangen, und dieser Drang Dinge zu erzählen ist wieder in mir aufgestiegen, stärker geworden, bis ich begonnen habe zu schreiben. Deine Geschichte diesmal. Die Worte flossen wie Wasser aus mir heraus, und wie Wasser waren sie nicht aufzuhalten, als der Damm gebrochen war. Ich habe eine zeitlang fast jeden Tag geschrieben, dann irgendwann wieder etwas weniger, aber der Wunsch, Geschichten zu erzählen, war wieder in mir erwacht. Und dann hast du mir ein Geschenk gemacht, mein Schmetterling, ein wundervolles Geschenk. Du hast mir eine Chance geschenkt. Dadurch, dass ich deine Geschichte erzählt habe, in Worte fassen durfte, wie sehr ich dich liebe und was für ein perfekter kleiner Mensch du warst, ist wie ein Stein in einen See die Geschichte deines Lebens in das Netz geraten. Und sie hat Kreise gezogen, immer größere Kreise, immer weiter, bis sie jemanden erreicht hat, den sie ganz in seinen Bann gezogen hat. Und nun darf ich ein Buch schreiben. Weil du da warst. Weil ich von dir erzählt habe. Nur durch dich habe ich diese Chance bekommen, nur durch dich hat sich diese Tür geöffnet, und nur durch dich habe ich die Möglichkeit, vielleicht, mit etwas Glück, einen Lebenstraum wahr werden zu lassen. Noch weiß ich nicht ob das, was ich erzählen möchte, am Ende wirklich spannend genug ist, ob es interessant genug ist, ob es zum Schluss wirklich klappen kann. Aber es ist eine Chance die man sonst nicht bekommt. Deshalb werde ich es versuchen. Wenn es nicht klappt, war es eine schöne und aufregende Erfahrung. Aber wenn es klappt, ist es die Erfüllung eines fernen Traumes, mehr als ich jemals zu hoffen gewagt habe. Ich hoffe du wirst mich auf dem Weg an die Hand nehmen und mir die richtige Richtung zeigen. Danke, mein Schmetterling.

Wie jedes Jahr

Deine Nacht steht wieder bevor, mein Schmetterling. Morgen ist dein dritter Todestag. Und wie jedes Jahr stehe ich vor diesem riesigen Berg Emotionen, vor meiner unendlichen Trauer um dich, vor der Angst vor der Nacht und dem Tag, und vor meiner Liebe zu dir. Meiner unerschöpflichen, ewigen Liebe. Und wie jedes Jahr sind es zu viele Gefühle, um sie in mir verschließen zu können. Sie kommen einfach heraus. Ich bin ein Gefäß mit einem Sprung, und immer wieder tritt etwas der Gefühle aus. Je näher wir dem Moment kommen, desto stärker wird es, desto mehr lassen sich die Gefühle nicht im Zaum halten. Sie übermannen mich, immer wieder. Aber das ist okay. Meine Gefühle sind das, was uns verbindet, was uns immer verbinden wird, und was mich am Ende, wenn es so weit ist, wieder zu dir führen wird. Meine Gefühle sind mein Tribut an dich. Ich lege sie dir zu Füßen, baue ein Schloss aus ihnen, in denen die Erinnerung an dich fürstlich lebt. Wie jedes Jahr erhebe ich dich auf deinen Thron aus Tränen, wo du sitzen wirst, bis der Tag geschafft ist. Einen Atemzug nach dem anderen. Einen Fuß vor den anderen. Einen Augenblick nach dem anderen. Heute Nacht werde ich wieder spüren wie du mir entgleitest, wie du deinen letzten Atemzug nimmst, wie dein Herz ein letztes Mal schlägt. Wie du mir entglitten bist, ganz langsam. Wie jedes Jahr weiß ich nicht, wie ich das erneut ertragen soll. Aber wie jedes Jahr weiß ich: ich werde überleben. Ich schaffe es. Auch wenn ich gebrochen bin und geschafft nach deiner Nacht, auch wenn mir alles weh tut und ich müde bin, auch wenn ich nicht erhobenen Hauptes gehen kann, weil die Kraft fehlt: ich werde leben. Mein Herz wird weiterschlagen, doppelt so stark, denn es schlägt auch an deiner statt. Und wie jedes Jahr bringt mich auch diese Sternenschnuppennacht wieder einen Schritt näher zu dir.

Erinnerungskiste

Lange Zeit lag deine Erinnerungskiste in einem Karton. Lange Zeit haben wir sie nicht mehr in der Hand gehabt, mein Schmetterling. Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass wir ja umgezogen sind und mein Zimmer noch nicht fertig war, deshalb gab es keinen Schrank in dem sie liegen konnte und sie ist mir für eine lange Zeit nicht mehr ins Auge gefallen. Und dabei ist etwas passiert. Ich habe Angst vor ihr bekommen.

Bisher fühlte es sich nie schlecht an, diese Dinge zu sehen. Sie versetzten mir einen Stich, aber ich konnte damit umgehen. Ich war daran gewöhnt. Und das bin ich nun nicht mehr. Als sie vor einiger Zeit dann hervorgeholt wurde, weil dein Schmetterlingspapa etwas suchte, konnte ich sie nicht sehen. Sie stand auf dem Tisch und ich konnte sie nicht anschauen, wollte nicht. Hineinsehen wollte ich schon gar nicht, allein die Hülle tat mir weh. Dabei kenne ich alles was darin ist, kenne jeden Inhalt wie mich selbst. Ich verstehe nicht, warum sie mir so bedrohlich vorkam. Ich habe meine Jacke auf sie gelegt, damit ich sie nicht sehen muss. Konnte sie nicht einmal selbst wegräumen. Ich war ein Feigling, brachte es nicht über mich, mich dem zu stellen. Und seither beschäftigt es mich. Dein Schmetterlingspapa räumte die Kiste dann wieder weg, als er merkte, dass sie mir wehtat, aber ich bekomme es nicht aus meinem Kopf.

Ich hatte nie Angst vor deinen Dingen. Womit ich nicht umgehen konnte war eine unkontrollierte Konfrontation, aber diese Gegenstände sind mir alle vertraut. Warum also tun sie mir plötzlich so weh? Ich bin nicht instabiler als sonst. Ich bin wie immer immer mal wieder sehr traurig, aber wie seit längerer Zeit komme ich ansonsten gut zurecht. Ich denke sehr oft an dich, viele Male jeden Tag, aber meistens mit einer bittersüßen Mischung aus Trauer und Liebe. Aus der Kiste strömte nur Trauer. Und das konnte ich nicht aushalten.

Ich glaube ich werde mir Zeit nehmen müssen, mein Schmetterling, Zeit mit deinen Dingen. Zeit für dich. Ich werde mir einen Augenblick für mich nehmen müssen, um die Kiste zu öffnen, um sie wieder vertrauter zu machen und ihr ihre Bedrohlichkeit zu nehmen. Um all deine Dinge in die Hand zu nehmen und sie in meinem Herzen neu zu bewegen, bis sie wieder ihren Platz gefunden haben. Denn sie gehören hierher, sie gehören zu dir und damit gehören sie auch zu mir. Ich muss keine Angst vor ihnen haben. Aber das muss ich offenbar erst neu wieder lernen. Die Zeit heilt keine Wunden. Zu viel Zeit schafft nur neue.

Freie Plätze

Heute sehne ich mich wieder so sehr nach dir, mein Schmetterling. Ich spüre, wie es mein Herz hin zu deinem zieht, wie es aus meiner Brust will um zu dir zu fliegen. Das Band zwischen uns ist schön und tröstlich, aber manchmal spüre ich, wie es uns zusammenführen will, fast wie ein Gummiband, und weil es das nicht kann spüre ich das Ziehen ganz fest. In diesen Momenten ist die Leere in meinem Arm und auf meinem Schoß schwer zu ertragen, denn dort sind zwei Plätze. Ich habe zwei Arme und zwei Beine, aber nur ein Platz ist besetzt. Der andere sollte besetzt sein, und doch ist er leer. In meinem Kopf wächst du mit, zusammen mit deiner Schwester. Manchmal, wenn ich die Bilder von dir sehe, dann wundere ich mich, wie klein du bist. In meinem Kopf bist du älter, du bist größer, „erwachsener“. Das liegt wohl auch daran, dass du im Krankenhaus alles Kindliche abgelegt hast und dein Blick so alt wurde, und dein Gesicht so erwachsen wurde, obwohl du noch so klein warst. Würde ich dich heute in den Arm nehmen würde ich mich wundern wie leicht du bist, wie klein du warst. Deine Schwester fragt immer mal wieder nach dir, möchte deine Bilder sehen und deine Sachen berühren. Ihr Interesse an dir ebbt nicht ab, im Gegenteil. Es wird mehr. Ach ich wünschte ich dürfte es einmal sehen, wie ihr euch umarmt. Nur ein einziges Mal. Wie ihr gemeinsam spielt, oder euch um ein letztes Stück Schokolade streitet, bis ich es teilen muss. Ich male mir diese Bilder aus und sie fehlen mir, ihre Abwesenheit ist mir sehr schmerzlich bewusst. Wenn ich auf meinem Handy die Bilder ansehe, dann sehe ich nur ein Kind. Ein wundervolles, aufgewecktes, liebenswertes Kind, aber es ist nur eines, wo zwei sein sollten. Und egal wie viele Kinder ich bekommen werde, ich werde immer wissen, dass es eines zu wenig ist an meiner Hand. Ich werde immer wissen, dass es um eine Kinderstimme zu ruhig ist, dass das Stapfen von einem Paar Füßen auf unserem Boden fehlt. Dass ein Raum mehr besetzt sein sollte, ein Gedeck mehr auf dem Tisch stehen müsste. Eine Quelle der Freude mehr, eine Quelle der Sorgen mehr. Einer fehlt. Bei deinem Sternengeschwisterchen ist es mir nicht so sehr bewusst, ich denke häufig an sie (inzwischen glaube ich sie wäre ein Mädchen gewesen), aber ihre Präsenz ist nicht so stark wie deine, weil ich sie nie kennenlernen durfte. Aber egal wie stark oder schwach ich euch wahrnehmen kann, eure Plätze werden immer leer bleiben. Sichtbar leer. Traurig leer.