Mika – Challenge: Teil 53

MIKA – Challenge: Tag 293

Heute bin ich dankbar für etwas, wofür mich der ein oder andere für verrückt erklären wird. Ich war immer und bin noch ein rationaler Mensch. Ich habe aber Dinge gesehen. Sowohl im Zuge von Mikas Sterben als auch danach. Ich bin deshalb seitdem der festen Überzeugung, dass wir nicht einfach weg sind wenn wir sterben. Ich bin mir sicher, dass das, was uns ausmacht, erhalten bleibt. Und dass das, was übrig bleibt, auch in der Lage ist, sich bemerkbar zu machen, wenn man nur darauf hören möchte. Heute bin ich dankbar, weil ich mich mit einer anderen Mutter eines verstorbenen Kindes ausgetauscht habe, und ich ihr mit meinen Erfahrungen zu der Überzeugung verhelfen konnte, dass ihr Kind auch noch bei ihr ist. Sie hat immer mal wieder Dinge wahrgenommen, war sich aber nie sicher was davon zu halten ist. Und ich bin einfach froh, dass sie sich jetzt traut, ihren Eindrücken zu glauben. Das hat sie heute glücklich gemacht. Und mich auch.

MIKA – Challenge: Tag 294

Heute bin ich dankbar, dass sich unser Folgewunder immer mehr bzw. immer spürbarer bewegt. Durch das, was alles passiert ist, ist sehr viel mehr Angst mit im Spiel als vorher. Die Bewegungen geben einem Sicherheit. Auch wenn man sie natürlich nicht immer wahrnehmen kann. Bald wird es soweit sein und man kann die Bewegungen von außen wahrnehmen. Das wird noch einmal mehr Sicherheit geben, weil man sich dann nicht immer fragen muss, ob man sich irgendwas nur eingebildet hat. Mikas kleines Geschwisterchen hat sich schon sehr früh viel bewegt, vielleicht weil es um die Situation weiß.

MIKA – Challenge: Tag 295

Heute bin ich dankbar, dass ich nach ungefähr einer Woche in der es mir ziemlich schlecht ging offenbar endlich eine Möglichkeit gefunden habe, meinen instabilen Kreislauf zumindest bis zu einem gewissen Grad in den Griff zu bekommen. Es ist nicht schön, wenn man sich eigentlich nicht aus dem Haus traut, weil man ständig Gefahr läuft irgendwo umzukippen. Und wenn man sich nach dem aufstehen gar nicht fertig machen kann, weil man sich eigentlich sofort wieder hinlegen muss. Eventuell wird es noch eine Weile schwierig bleiben, aber immerhin ist es jetzt besser auszuhalten. Das Geheimnis? Das was einem eigentlich immer schon empfohlen wird, woran ich aber gar nicht gedacht habe: noch im Bett etwas essen. So einfach aber so wirkungsvoll. Und dann einfach immer wieder nachlegen. 😉

MIKA – Challenge: Tag 296

Heute bin ich dankbar, dass ich das erste Mal seit sehr langer Zeit wieder Spaß am Fußball gucken hatte. Das letzte Mal war bevor Mika gestorben ist. Bei den ganzen letzten Spielen die wir angeschaut haben, war er immer mit dabei. Und nachdem er weg war hatte ich überhaupt keine Freude mehr daran. Ich mochte überhaupt nicht mehr in Erwägung ziehen, ein Spiel anzuschauen. Hatte keine Lust und wenn ich es dann gemacht habe war es einfach nicht schön. Ich bin dankbar, dass ich daran wieder Freude gefunden habe. Denn eigentlich hat mir das immer viel Spaß gemacht.

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