Mika – Challenge: Teil 42

MIKA -Challenge: Tag 230

Heute bin ich dankbar, dass wir jetzt einen Ableger von Mikas Baum haben. Als ich ihn heute im Wald an seinem Baum besucht habe, fiel mein Blick auf einen schönen kleinen Keimling, den habe ich ausgegraben und vorsichtig mitgenommen. Der Schmetterlingspapa hat ihn in einen Topf gepflanzt und jetzt werden wir uns bemühen, dass er groß und kräftig wird. Dann haben wir einen Teil von seinem Baum bei uns zu Hause.

MIKA – Challenge: Tag 231

Heute bin ich dankbar, dass ich es nach dem Ausmisten geschafft habe, für fast alle der Dinge noch jemanden zu finden, der sich darüber freut. Ich werfe so ungern Dinge weg, besonders wenn die Dinge „noch gut“ sind und nur einfach hier nicht mehr gebraucht werden. Und so kommen sie zu Menschen, denen sie Freude machen und nehmen zusätzlich bei mir keinen Platz mehr weg, wo sie eh nur noch herumstanden. Besonders seit Mikas Krankenhausaufenthalt weiß ich, wie glücklich man auch über eine ganz kleine Sache sein kann.

MIKA – Challenge: Tag 232

Heute bin ich dankbar, dass ich gesehen habe, dass Mikas Uromi ganz viele schöne Bilder von ihm aufgestellt hat und er so in ihrer Wohnung fest seinen Platz hat. Auch wenn eins der Bilder mich sehr traurig gemacht hat, fand ich es trotzdem schön zu sehen, dass er wie ihre anderen Enkel überall stehen darf. Manchmal möchten Menschen an schlimme Dinge nicht erinnert werden und alles wegschieben, deshalb hat es mich besonders berührt, dass eines der Bilder aus dem Krankenhaus war. Mika du warst bis zum Schluss wunderschön.

MIKA – Challenge: Tag 233

Heute bin ich dankbar, dass zwei Freunde Mika auf den Hannover-Marathon mitgenommen haben. Vom Start bis zum Ziel war er über 40km mit dabei. Und auch wenn die Schrift am Ende blasser wurde von der ganzen Anstrengung hat mich die ganze Aktion sehr berührt.
Und auch wenn es schon ein paar Tage her ist möchte ich trotzdem noch erzählen, dass Mika dank einer ganz lieben Person auch auf einem Konzert dabei war. Diese besonderen Ideen bewegen mich immer sehr und zeigen, wie viele Menschen unseren kleinen Schmetterling im Herzen mit sich tragen. Danke ❤ (Die Bilder zeige ich demnächst bei Mikas Weltreise 🙂 )

MIKA – Challenge: Tag 234

Heute musste ich eher von der Arbeit gehen, weil ich mich einfach verschätzt habe und vor lauter Rückenschmerzen nicht mehr wusste, wie ich am Schreibtisch sitzen sollte. Ich bin dankbar, dass das so einfach möglich ist, ich mir keine Gedanken machen muss wegen Krankschreibung oder Angst haben muss wegen sowas meinen Vertrag gekündigt zu bekommen. Viele Menschen arbeiten unter so schlechten Bedingungen was Fairness etc angeht, dass man sich vor Augen führen muss, was es wert ist, sich um solche Dinge keine Gedanken machen zu müssen.

 

Werbeanzeigen

Urvertrauen

Mein kleiner Schmetterling, du bist so lange fort, viel zu lange. Ich denke immernoch jeden Tag so viel an dich. Auch in den letzten Tagen habe ich viel nachgedacht. Über Dinge, die passiert sind, seitdem du krank wurdest und über noch mehr Dinge, die passiert sind, seitdem du davongeflogen bist. Ich habe darüber nachgedacht, was es mit uns gemacht hat. Mit uns als Menschen, mit unseren Gefühlen und Gedanken und mit dem, was wir sind. Und mir ist eine ganz wichtige Konsequenz klargeworden.

Ich war früher jemand, der sich viele Sorgen gemacht hat, aber trotzdem irgendwo immer eine kleine Stimme im Hinterkopf hatte die gesagt hat: wenn es ganz ernst wird, wird es schon irgendwie klappen. Es wird schon irgendwie gutgehen. So wie wahrscheinlich die meisten Menschen hatte ich einen ganz tiefgreifenden Glauben an den Prozess des Lebens. Daran, dass alles irgendwie gut wird. Dass alles ein gutes Ende nimmt. Ich habe nie wirklich in Erwägung gezogen, dass Dinge schlimm enden. Ich glaube, dass das eine Strategie ist, mit der wir uns abschirmen von dem, was jeden Tag passieren kann. Dass das unsere Möglichkeit ist, einigermaßen unbeschwert durch das Leben zu gehen. Ich glaube, das nennt man Urvertrauen.

Dieses Vertrauen habe ich nicht mehr. Es ist weg. Es ist in dem Moment das erste Mal gesprungen, als wir deine Diagnose bekamen, bekam mit jedem Tag und jeder schlechten Nachricht mehr und mehr Sprünge. Und als du dich von deinem Kokon befreit, deine irdische Hülle aufgebrochen hast, um zu fliegen, da ist es endgültig zerbrochen. Und dein Sternengeschwisterchen hat die Splitter zu Staub werden lassen. Aber wie lebt man ohne Urvertrauen? Wie lebt man, wenn man sich zu jeder Zeit über die tausend und abertausend Möglichkeiten der Verdammnis bewusst ist? Wenn man nicht mehr daran glaubt, dass irgendwie am Ende immer alles gut wird?

Man lebt trotzdem. Aber anders. Mehr in den Tag hinein. Man ist weniger unbeschwert, aber man erlebt viel intensiver, weil man nichts davon für selbstverständlich nimmt. Mancher versucht vielleicht, die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Gefahren abzumildern. Ich nicht, weil ich weiß, dass es nichts hilft. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein so kleines Kind Krebs bekommt und stirbt? Verschwindend gering. Trotzdem ist es passiert. Und so kann jeden Tag alles passieren. Kann oder kann eben auch nicht. Wir können an vielen Dingen nichts ändern. Wir können viele Dinge nur nehmen wie sie sind. Jeden Tag trotzdem aufstehen und uns darüber im Klaren sein, dass wir leben so lange es eben sein soll, aber nicht länger. Und wenn uns morgen ein Meteor erschlägt, so wie den Mann in Indien vor einiger Zeit, dann können wir es nicht ändern. Das klingt fatalistisch und negativ. Klingt vielleicht nach scheißegal. Aber so ist es nicht gemeint. Ich habe über carpe diem gesprochen. Aber carpe diem geht Hand in Hand mit memento mori. Man muss sich bewusst sein, dass man ein kleines und zerbrechliches Leben hat. Denn nur dann ist man frei, die Dinge zu tun, die einem am Herzen liegen und andere Dinge einfach nicht zu tun.

Ich kann mein Urvertrauen nicht wieder herstellen, kleiner Schmetterling. Ich trauere darum, wie ich auch um dich trauere, wenn auch längst nicht so intensiv. Aber ich habe gelernt, ohne zu leben und ich habe gelernt, dass es auch mit sich bringt, alles viel stärker wahrzunehmen und sich bei vielen Dingen viel mehr Gedanken darüber zu machen, ob man das wirklich möchte und ob man Lust hat, 100% dafür zu geben. Und sich, wenn man merkt es ist nicht so, eine Pause zu gönnen oder auch zu sagen: ich will das nicht. Ich mache etwas anderes. Das gibt mir ein Gefühl von Freiheit, auch wenn es vielleicht ein traurigeres Freiheitsgefühl ist als das, was die Menschen spüren, deren Urvertrauen noch in ihrem Herzen sitzt.

Mika – Challenge: Teil 41

MIKA – Challenge: Tag 224

Heute bin ich dankbar, dass ich dank des tollen Wetters das erste Mal dieses Jahr mit einem Buch draußen in der Sonne sitzen konnte ohne zu frieren. Ein Wermutstropfen war wie immer dabei, denn das letzte Mal als ich draußen gelesen habe war Mika neben mir. Trotzdem war es einfach schön die Sonne ein bisschen zu nutzen und zu genießen.

MIKA – Challenge: Tag 225

Heute bin ich dankbar für einen tollen und fantasievollen Geocache, den wir bei dem schönen Wetter gesucht und gefunden haben. Man konnte sich nämlich in ein klassisches Poesiealbum eintragen. Außerdem bin ich seit jeher ein Fan von ausgefallenen Radiergummis (albern ich weiß…) und habe mich total gefreut dort eine Radiergummi-Pommestüte ergattern zu können 🙂 Es sind zwar Kleinigkeiten, aber gerade so etwas kann einem viel Freude machen.

MIKA – Challenge: Tag 226

Heute bin ich für zwei Dinge dankbar. Einmal dafür, dass ich jemandem mit einer „Kleinigkeit“, die bei mir nur noch Platz wegnahm, eine Freude machen und aushelfen konnte. Manchmal sind Dinge, die man selbst gar nicht mehr braucht genau das, was bei jemand anderem gerade fehlt. Außerdem bin ich dankbar, dass ich mich bei jemandem gemeldet habe, mit dem ich eine Weile keinen Kontakt hatte, wir uns über die Gründe ausgetauscht haben und niemand dem anderen böse ist. Manchmal brauchen Dinge einfach ihre Zeit und wenn man etwas Glück hat, kann man eine Beziehung an der Stelle wieder aufnehmen, wo sie pausiert hat.

MIKA – Challenge: Tag 227

Heute bin ich dankbar für ein schönes Päckchen, das mir geliefert wurde. Dadrin war nämlich ein Malbuch. Für Erwachsene. Ich habe in der letzten Zeit viel darüber gelesen, angeblich soll es sehr entspannend sein. Ich bin sehr gespannt und freue mich schon darauf.

MIKA – Challenge: Tag 228

Heute bin ich dankbar, dass ein Tag, der richtig blöd anfing und ganz viel doofes und anstrengendes Programm hatte, am Ende doch trotz Zugverspätung, Platzregen und allem was dazu gehört noch besser wurde als befürchtet. Manchmal muss man auch so einem Tag noch eine Chance geben und manchmal wird man dann positiv überrascht.
Außerdem bin ich dankbar, dass ich auf meinem Telefon immer und überall Musik dabei haben kann, die echt hilft wenn man dabei ist schon halb am Rad zu drehen, weil man meint alles will nicht so laufen wie gewünscht.

MIKA – Challenge: Tag 229

Heute bin ich dankbar, dass ich immernoch, nach der Zeit die inzwischen vergangen ist, von vielen Menschen ab und zu Nachrichten bekomme, dass sie an Mika gedacht haben. Manchmal schicken sie auch Fotos mit, das finde ich besonders schön. Und dabei spreche ich nicht von Mikas Familie, denn bei uns ist er sowieso immer unglaublich präsent, sondern ich spreche von Menschen, die den kleinen Mann nur aus Erzählungen und von Fotos kennen. Es bringt mich zwar oft zum Weinen, aber ich bin einfach froh zu wissen, dass er nicht vergessen ist, nicht von uns und auch nicht von Anderen. So lebt er durch die und auch in den Herzen der vielen Leute weiter, die ihn kennengelernt haben – ob nun direkt oder indirekt.

Mika geht um die Welt – New Mexico

Das heutige Bild liegt mir besonders am Herzen. Peter Fox ist ein anderer ATRT-Engel und seine Mama hat dieses Bild für mich gemacht, am Celebration of Life Memorial in New Mexico, wo sein und der Name vieler anderer Kinder verewigt sind, die ihr Leben verloren haben. Mika und Peter sind im Himmel zusammen und ich habe ein Bild bekommen, wo sie auch auf der Erde zusammensein dürfen.

Mika am Celebration of Life Memorial, New Mexico

Mika – Challenge: Teil 40

MIKA – Challenge: Tag 218

Heute habe ich eine Nachricht bekommen, eine Frau deren 8 Jahre alter Sohn gegen Krebs kämpft hat mir auf dem Blog geschrieben um mir zu sagen, dass die Texte ihr helfen, stark zu bleiben. Und dass sie ihr Mut machen, trotz des traurigen Themas. Ich bin sehr dankbar, dass unsere Geschichte ihr hilft für ihre Kinder stark zu bleiben und dass sie sich die Zeit genommen hat, mit das zu sagen. Denn wenn ich solche Dinge erfahre werde ich immer wieder daran erinnert, dass es nicht umsonst war.

MIKA – Challenge: Tag 219

Heute bin ich dankbar, dass wir jetzt schöne Pläne für die kommenden freien Tage gemacht haben, die hoffentlich noch mehr Erholung versprechen und ein Aufladen der Akkus ermöglichen, bevor die Arbeit wieder losgeht. Leider klappt es mit dem Ausschlafen bisher nicht so, aber dann hat man immerhin mehr vom Tag und kann mehr schöne Dinge tun.

MIKA – Challenge: Tag 220

Heute bin ich dankbar für neue tolle Bilder, die ich für meine kleine „Mika geht um die Welt“-Sammlung bekommen habe. Diesmal aus Island. Ich finde es einfach toll, dass so viele Menschen an uns denken und an so schönen Orten Bilder für Mika machen. Ich habe mir so gewünscht, dass ein paar schöne Bilder zusammenkommen, und auch jetzt schon sind es so tolle Orte geworden. Ich bin einfach dankbar, dass er so um die Welt gehen kann.

MIKA – Challenge: Tag 221

Heute bin ich dankbar, dass momentan bei uns sehr wenig Essen weggeworfen wird. Das funktioniert phasenweise immer sehr gut und dann manchmal leider auch weniger gut, weil wir zu viel machen und das dann vergessen wird, im Kühlschrank nach hinten rutscht oder was auch immer. Oder weil man auch einfach zu viel einkauft, dann zu viele Sachen gleichzeitig offen hat und gar nicht alles schaffen kann. Im Moment klappt das aber wirklich gut und ich bin dafür dankbar, denn ich finde es jedes Mal furchtbar, etwas wegwerfen zu müssen und bekomme ein sehr schlechtes Gewissen dabei. Man kann ja schon dankbar genug sein, so sehr im Überfluss zu leben, da ist es gut, wenn das nicht auch noch verschwendet wird.

MIKA – Challenge: Tag 222

Heute bin ich dankbar, dass wir endlich in ein Schmetterlingshaus gefahren sind und dort so viele schöne Tiere gesehen haben. Zwei mal hatte ich auch direkten Kontakt auf Tuchfühlung mit den hübschen Flatterern. Sie sind einfach wunderhübsch anzusehen und man bekommt gute Laune dabei, ich bin dankbar für diesen schönen Tag. Und ich habe ganz viel an dich gedacht mein kleiner Schmetterling.

 

MIKA – Challenge: Tag 223

Heute bin ich dankbar, dass wir seit langer Zeit endlich wieder in der Sauna waren. Aus unterschiedlichsten Gründen ging es immer wieder nicht, aber heute war es dann so weit und es war toll. Wunderbar entspannend, ich bin jetzt richtig ruhig und müde und das fühlt sich sehr angenehm an. Gerade wenn man wie ich dauernd unter Strom steht, genießt man Momente mit Tiefenentspannung ganz besonders.