Mika – Challenge: Teil 39

MIKA – Challenge: Tag 212

Heute bin waren wir im Kino und haben (endlich) Star Wars gesehen. In 3D. Und da ist mir wieder aufgefallen, wie beeindruckend ich diese Technik finde. Ich bin deshalb sehr dankbar, dass ich all diese tollen Sachen kennenlernen darf. Auch virtuelle Realität, selbstfahrende Autos, globale Navigationssysteme und vieles mehr, ich finde es ist toll in so einer spannenden Zeit zu leben und ich bin dankbar, dass ich das erleben darf. Und bin gespannt was während meines Lebens noch passieren wird.

MIKA – Challenge: Tag 213

Heute bin ich dankbar zu wissen, dass es immer irgendwie weitergeht. Auch wenn man es manchmal nicht glaubt und es dunkel aussieht, irgendwo wartet der Sonnenschein. Er ist vielleicht nie wieder so hell wie vorher, aber er ist da und einen neuen Morgen gibt es immer. Und obwohl das so ein schlimmes Klischee ist: was einen nicht umbringt macht einen irgendwann stärker. Oft dauert es eine Weile, aber irgendwann ist es so weit.

MIKA – Challenge: Tag 214

Heute bin ich dankbar für Pausen im Alltag. Sei es eine Essenspause mit Kollegen bei der Arbeit, ein tolles Lied auf einer Autofahrt, eine Bahnfahrt mit einem guten Buch oder einfach ein Vogel auf einem Baum neben dem Weg auf dem man geht. Es sind solche kleinen Momente die einen mal kurz innehalten lassen, wo wir für einen Moment aus dem Alltag aussteigen und eine Pause einlegen. Ich habe gelesen man soll jede Stunde 5 Minuten Pause machen, um entspannt zu bleiben. Ich bin dankbar für diese kleinen Entspannungsmomente und werde versuchen noch mehr darauf zu achten, sie bewusst wahrzunehmen.

MIKA – Challenge: Tag 215

Heute bin ich dankbar für den schönen Schmetterling für mein Auto, den mein Mann mir geschenkt hat. Außerdem bin ich dankbar, dass ein verloren geglaubtes Päckchen, dessen Inhalt zwar finanziell nicht von hohem Wert ist, dafür ideell aber umso mehr, wieder aufgetaucht ist. Die Post hatte einen Fehler gemacht, aber jetzt ist es wieder auf dem Weg und diesmal wird es hoffentlich an seinem Bestimmungsort ankommen und jemanden glücklich machen.

MIKA – Challenge: Tag 216

Heute bin ich dankbar, dass ich jetzt schon merken kann wie im Ausblick auf die freien Tage ganz viel Anspannung von mir abfällt und ich zwischendurch einfach ganz ruhig und entspannt bin. Ich bin ganz oft irgendwie am Rotieren, bürde mir viel zu viel auf und merke gar nicht, dass es zu viel ist, bis mein Körper von selbst beginnt die Notbremse zu ziehen. Ich bin dankbar jetzt ein paar Tage zu haben um ganz bei mir zu sein und meinen inneren Ruhepol wiederzufinden.

MIKA – Challenge: Tag 217

Heute bin ich mal wieder für etwas ganz Banales dankbar. Ich habe eine Kerze gefunden wo ich dachte wir hätten keine mehr. Warum dafür dankbar sein? Wir zünden jeden Abend für Mika eine Kerze an, vor seinem Bild. Aber unser Kerzenglas war leer und wir haben beide vergessen, neue Kerzen zu kaufen. Deshalb hätten wir für heute eigentlich keine Kerze gehabt. Aber dann habe ich in meinem Schrank gesuchtund noch ein Teelicht gefunden, zwar schon mal angewesen aber immerhin. Ich glaub es hat sich noch nie jemand so über ein halb abgebranntes Teelicht gefreut. Ich bin deshalb dankbar, dass Mikas Bild heute nicht im Dunkeln bleiben musste und ein Licht für ihn brennen kann.

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Mika – Challenge: Teil 38

MIKA – Challenge: Tag 207

Heute bin ich dankbar für einen entspannten und trotzdem extrem produktiven Tag. Ich habe heute deutlich mehr geschafft als ich mir vorgenommen habe, unter anderem auch sehr unliebsame Dinge, und trotzdem bin ich heute Abend nicht gestresst, wie es sonst an solchen Tagen oft vorkommt, sondern ich bin richtig entspannt und gelöst. Man kann fast sagen ich bin zufrieden. Das kommt äußerst selten vor, dass ich auf den Tag zurückschaue und zufrieden bin. Aber es ist ein wunderbares Gefühl und ich bin dankbar dafür. Außerdem habe ich letzte Nacht richtig gut und lange geschlafen und bin nicht morgens mit Herzrasen und einem schlechten Gefühl wach geworden. Ich bin auch dafür dankbar und hoffe, dass es jetzt wieder mehr solche Nächte geben wird.

MIKA – Challenge: Tag 208

Heute bin ich dankbar für ein kleines Mädchen, was mich an der Haltestelle zum Lachen gebracht hat. Ich bin heute mit meinem schwarzen Mantel aus dem Haus gegangen und es hat seine Mama gefragt ob ich Darth Vader bin 😀 darüber hab ich mich schwer amüsiert. Außerdem hab ich heute eine riesige Stofflieferung bekommen, die zusammen mit meinem neuen Computerspiel genug Potenzial bietet um mich gut beschäftigt zu halten.

MIKA – Challenge: Tag 209

Heute bin ich dankbar für die tolle Dachterasse auf meiner Arbeit. Dort konnten wir heute in der Mittagspause windgeschützt in der Sonne sitzen und die Wärme genießen. Das war echt herrlich und sowas führt mir immer wieder wieder vor Augen, dass es trotz allem Stress echt ein super Arbeitsplatz ist. Wer kann schon zur Pause nen frisch gemahlenen Kaffee holen und den in einem Gartenstuhl auf dem Dach trinken?

MIKA – Challenge: Tag 210

Heute bin ich dankbar, dass ich irgendwann gelernt habe aufzuhören jemand sein zu wollen, der ich nicht bin und mich an Maßstäbe anzupassen, die ich nicht erreichen kann. Ich habe begonnen, einfach die Person zu sein die ich bin und meine Fehler und Macken nicht zu verstecken, sondern sie im Gegenteil sehr offen nach außen zu tragen. Und das funktioniert deutlich besser. Wenn man versucht jemand zu sein der man nicht ist und auch nie sein kann, dann wird man nie akzeptiert werden und wenn man sich nicht liebt, dann kann man auch nicht geliebt werden. Seitdem komme ich viel besser klar und habe auch gelernt, dass man nicht zurückgewiesen wird, wenn man seine Fehler zeigt, sondern im Gegenteil meistens sehr liebe Reaktionen erfährt. Ich war vorher schon recht weit auf diesem Weg, aber du hast mir noch mehr die Augen geöffnet mein Schmetterling. Dafür bin ich sehr dankbar.

MIKA – Challenge: Tag 211

Heute bin ich dankbar dass wir offenbar endlich ein erschwingliches und schönes Kurzurlaubsangebot gefunden haben. Hoffentlich klappt das. Außerdem bin ich dankbar, dass ich jetzt einen tollen Kuschelpulli habe der genauso ist, wie ich ihn mir gewünscht habe. Ich hab schon lange im Laden nach sowas gesucht und nie einen gefunden der genau so war wie ich ihn wollte. Und zuletzt bin ich dankbar, dass wir mal wieder ein ganz ruhiges Wochenende mit ganz wenig Programm haben, das kommt echt nicht so oft vor und ich genieße das sehr.

Mika – Challenge: Teil 37

MIKA – Challenge: Tag 202

Heute bin ich dankbar für die tollen Reaktionen, die ich auf das Posting eines Bildes hin erlebt habe. Ich war mir nicht sicher wie die Reaktion darauf sein würden. Denn es ist kein klassisches schönes Bild. Es ist ein Bild von der Intensivstation. Es sind viele Dinge zu sehen, mit denen sich Menschen üblicherweise nicht auseinandersetzen möchten. Schläuche und Kabel und Maschinen. Aber dennoch ist auf dem Bild ein besonderer Moment zu sehen, und die Leute haben es geschafft das Umfeld auszublenden und den Moment so zu sehen wie er gewesen ist. Und haben entsprechend darauf reagiert. Das war eine schöne Erfahrung für mich und ich bin dankbar dafür.

MIKA – Challenge: Tag 203

Heute bin ich dankbar für eine wunderbare Kooperation die sich im Laufe meiner Arbeit aufgetan hat. Meine Kollegin ist die beste Kollegin die man sich wünschen kann und es macht echt Spaß mit ihr zu arbeiten. Es sind solche Zusammenarbeiten die dem Job erst den richtigen Spaßfaktor verleihen. Dafür bin ich sehr dankbar, denn das hält einen am laufen.

MIKA – Challenge: Tag 204

Heute bin ich dankbar, dass es meinem Vogel immer besser geht und ich nicht mehr so doll das Gefühl habe, dass er sehr bald zu Mika gehen wird. Außerdem bin ich dankbar über die Vorstellung, dass Mika heute vielleicht mit seinem Ersatz-Opi zusammen war, er ist heute zwei Jahre fort und konnte Mika hier nie kennen lernen. Aber da oben haben sie sich ganz bestimmt getroffen.

MIKA – Challenge: Tag 205

Heute bin ich dankbar dafür, dass jetzt wieder immer mehr die Sonne rauskommt. Wir sind heute lange unterwegs gewesen und danach ging es mir viel besser als vorher. Es ist zwar noch kalt, aber die Sonne ist sehr schön und hilft viel gegen trübselige Stimmung. Es gab heute einige Dinge über die man sich ärgern oder traurig sein kann, ein kleiner Vogel ist zu Mika geflogen (nicht meiner) und das Wahlergebnis ist auch einfach nur zum Heulen, aber trotzdem gibt es auch heute Dinge, über die man dankbara sein kann und die Sonne ist eines davon. Außerdem bin ich dankbar, dass ich heute die Entscheidung getroffen habe, mir bald Urlaub zu nehmen und ein bisschen Pause zu machen. Seitdem bin ich gleich viel entspannter als vorher.

MIKA – Challenge: Tag 206

Heute bin ich dankbar, dass es wieder viel früher hell ist. Heute morgen hat die Sonne ins Badezimmer geschienen und da schafft man es viel besser aus dem Bett. Der Start in den Tag ist dann gleich weniger schwerfällig, und kratzen musste ich auch nicht weil durch die gefällten Bäume bei uns jetzt schon morgens Licht auf mein Auto fällt und das Eis schön von selber abtaut. Und auch mein Zug hatte heute keinen nennenswerte Verspätung, was ja eigentlich schon ein Grund ist, sich den Tag im Kalender rot anzustreichen.

 

Nie genug

Ich habe viel, viel nachgedacht in der letzten Zeit, mein Schmetterling. Du bist nun schon so viele Tage fort, aber ich vermisse dich wie am ersten Tag. Um dich zu weinen ist ein normaler Teil meines Tages geworden, so wie es früher normal war dich zu wickeln, dich zu stillen, dich zu halten. Ich versuche so viele Dinge zu tun, um dir gerecht zu werden. Ich gehe in Trauergruppen. Ich denke immer an dich und jeden Tag rede ich von dir. Jeden Abend brennt eine Kerze für dich, egal wo ich gerade bin. Ich erzähle davon wie du warst, egal ob man es hören möchte. Ich habe so viele Worte für dich geschrieben, dass sie bald ein Buch füllen werden, damit die Worte noch weiter in die Welt hinaus gehen. Ich habe einen Stern getauft für dich. Ich habe mit anderen Menschen einen Verein gegründet und wir arbeiten an der Anerkennung, um Eltern die das gleiche erleben mussten wie wir zu helfen. Es passiert viel in deinem Namen, unglaublich viel. Und trotzdem bleibt ein schlechtes Gefühl. Es ist nie genug. Ich werde dir nicht gerecht. Wie könnte ich auch? Egal was ich tue, es ist nie genug. Es wird nie genug sein. Ich habe mit deinem Schmetterlingspapa darüber gesprochen und er hat etwas ganz wichtiges verstanden, das ich nicht sehen konnte. Ich versuche, es wieder gut zu machen. Ich versuche etwas zu reparieren, was nicht zu reparieren ist. Ich versuche ein Gleichgewicht herzustellen, wo keines sein kann. Ich KANN dir nicht gerecht werden und das, was ich für dich empfinde, kann ich nicht aufwiegen in anderen Dingen. Ich kann es nicht wieder in Ordnung bringen, egal was ich tue. Es wird niemals genug sein, denn meine Liebe zu dir ist größer als alles andere. Und meine Trauer um dich ist zu groß, um sie aufzuwiegen. Egal wie viel ich versuche, es kann und wird nie genug sein, denn das Ziel, dass mir insgeheim mein Herz einflüstert, ist nie zu erreichen. Denn wie der Verdurstende in der Wüste jage ich einer Fata Morgana nach. Einem Bild von Erlösung, dass sich in der gleichen Geschwindigkeit von mir entfernt wie ich ihm näher komme.

Diese Erkenntnis ist wichtig. Das heißt nicht, dass ich aufhören werde, all diese Dinge zu tun. Im Gegenteil, sie sind richtig und gut und wichtig. Aber ich muss akzeptieren, dass etwas geschehen ist, was man nicht wieder gutmachen kann. Mein Kopf hat es längst verstanden, aber mein Herz nicht. Ich kann dich nicht zurückholen, mein Schmetterling, so gern ich es würde. Du weißt das längst. Und so sehr ich mich in Aktionismus stürze, ich kann es nicht reparieren. Dein Schmetterlingspapa hat gesagt ich muss akzeptieren, dass du nicht wiederkommst. Mein Kopf kann das, aber mein dummes, dummes Herz versteht es nicht. Es sehnt sich so sehr nach dir. Hilf meinem Herz zu lernen. Hilf meinem Herz zu heilen. Und dann, irgendwann, wird es auch wissen, was mein Kopf schon weiß, und ich werde in mir ruhen bis wir uns am Ende meiner Zeit wiedersehen.