Mika – Challenge: Teil 22

MIKA – Challenge: Tag 112

Heute mag die Challenge wieder etwas verwirrend sein. Heute bin ich nämlich dankbar dafür, dass mir jemand schrieb, dass sie heute einen traurigen Tag hat. Warum ist man für so etwas dankbar? Ich bin dankbar, weil Mika ein Grund ist, dass sie einen traurigen Tag hat. Und weil ich so weiß, dass auch andere Leute um Mika traurig sind. Ich weiß, dass nicht wir allein um unseren kleinen Mann trauern. Ich weiß so, dass er von vielen vermisst wird. Und besonders bei dieser Person, die Mika nur so kurz gekannt hat, bedeutet das wir besonders viel. Weil es mir zeigt, dass er die Fähigkeit hatte, ein Herz innerhalb von sehr kurzer Zeit zu berühren. Dafür bin ich sehr dankbar.

MIKA – Challenge: Tag 113

Heute bin ich sehr dankbar, dass ich noch ein paar neue Bilder von Mika sehen durfte. Bald bekommen wir ein ganzes Set von Bildern, die ich noch gar nicht gesehen habe. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem ich nie damit gerechnet hätte, noch einmal Bilder zu sehen, die mir unbekannt sind. So etwas ist unendlich wertvoll in einer solchen Zeit. Ich bin für jedes einzelne neue Bild sehr dankbar. So viele wertvolle Erinnerungen.

MIKA – Challenge: Tag 114

Heute bin ich für mehrere Sachen dankbar. Einmal dafür, dass ich letzte Nacht von Mika geträumt habe. Ich wusste auch im Traum, dass er tot ist, aber er wird trotzdem bei mir und er war glücklich und hat gelächelt und gelacht. Ich war sehr glücklich im Traum und ich war auch noch glücklich als ich wach wurde. Dafür bin ich dankbar. Und dann bin ich dankbar für den schönen Sternenkindergottesdienst, den das Klinikum Minden organisiert hat. Die Menschlichkeit des Personals war wieder sehr spürbar. Der Chefarzt der Kinderonkologie hat im Gottesdienst Solo gesungen, die Oberärztin hat geweint und wir wurden zur Begrüßung direkt von ganz vielen Mitgliedern des Personals in den Arm genommen. Einen Dämpfer gab es, zusätzlich zur ohnehin schon sehr traurigen Stimmung, denn der kleine Paul, den wir auf der Station kennenlernten als wir mit Mika da waren, hat es leider nicht geschafft. Er ist am 1. Dezember zu den Engeln geflogen. Aber ich bin dankbar zu wissen, dass er jetzt bei Mika ist. Vielleicht spielen die beiden zusammen. Der Gottesdienst war sehr bewegend und wir haben Kerzen für alle Sternenkinder angezündet und Mika wurde auch namentlich genannt. Ich bin sehr dankbar, dass das Klinikum sich eine solche Mühe damit gemacht hat.

MIKA- Challenge: Tag 115

Heute bin ich dankbar für die tolle Sekretärin, die wir auf unserer Arbeit haben. Sie ist ein ganz lieber und mitfühlender Mensch, hat Mika sehr lieb gehabt und ist auch mit zu seinem Baum gekommen um ihn zu besuchen. Jeden Morgen wechsle ich als erstes ein paar Worte mit ihr und so fängt der Tag gleich gut an. Mika ist meistens bei ihr geblieben, wenn ich mal kurz ins Bad gehen musste, und sie hat sich immer sehr gefreut. Mika hat sich auch sehr wohl gefühlt bei ihr. Sie ist die gute Seele unserer Arbeit und ich bin sehr froh, dass es sie gibt.

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