Mika – Challenge: Teil 19

MIKA – Challenge: Tag 95

Heute ist mir mein Telefon entwendet worden. Oder ich habe es verloren. Eher ersteres. Wie kann man dafür dankbar sein, mag man sich fragen? Dafür bin ich auch nicht dankbar. Ich bin dankbar, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Auf meinem Telefon waren unersetzbare Erinnerungen gespeichert. Bilder und Videos. Solche, die ich nie zurück bekommen kann, wenn sie einmal weg sind. Weil sie einzigartig sind. Und solche, von denen ich nie neue bekommen kann, weil mein Mika weg ist. Aber wir haben sie gesichert. Nichts ist verloren. Es ist ärgerlich, ja. Das ist es. Es nervt. Aber es ist nichts Schlimmes verloren gegangen. Ein Handy kann man ersetzen. Die Erinnerungen nicht. So muss ich ein paar Tage ohne auskommen, habe ein bisschen organisatorisches Geraffel eine neue Karte zu bekommen, ein neues Handy zu bekommen etc, aber es ist nicht wichtig. Wen interessiert das Materielle, wenn das was wichtig ist nicht verloren ist? Und so bin ich dankbar, dass wir vorausschauend genug waren, die wichtigen und unersetzlichen Dinge zu sichern, auf verschiendensten Medien, sodass sie nie verloren gehen können.

MIKA – Challenge: Tag 96

Heute hatte ich eine besondere Begegnung und dafür bin ich dankbar. Wie viele wissen, bin ich eine Vogeltante und liebe diese Tiere. Sie sind einfach schön. Und frei. Nah am Himmel. Und hier in Abu Dhabi hatte ich die Möglichkeit, einen Falken von ganz nahem zu sehen. Ein wunderschönes, ruhiges und vertrauensvolles Tier. Für mich war das ein besonderer Moment und ich bin dankbar, dass ich ihn erleben durfte.

MIKA – Challenge: Tag 97

Heut bin ich einfach nur dankbar, dass wir wieder gut zu Hause angekommen sind. Es war schön in Abu Dhabi, so lange es gedauert hat, aber ich bin froh, wieder hier zu sein. Mein eigenes Bett, mein eigenes Sofa, die eigenen vier Wände an denen all die Erinnerungen hängen. Das weiß man dann immer direkt wieder viel mehr zu schätzen. Ich bin einfach dankbar, wieder da zu sein.

MIKA – Challenge: Tag 98

Heute bin ich dankbar, dass unser kleiner Mann mich so sehr verändert hat. Ich bin ein anderer Mensch geworden, seitdem er in den Himmel gegangen ist. Trauriger ja. Aber auch bewusster. Verständnisvoller. Hilfsbereiter bestimmt auch. Weniger ängstlich und gelassener. Liebevoller und auch vertrauensvoller. Ich glaube an das Gute im Menschen und an das Gute, was wir durch Freundlichkeit gegenüber anderen und Liebe bewirken können. Du hast mich besser gemacht, mein Schmetterling. Ich bin dir dafür sehr dankbar. Eines Tages werde ich wieder bei dir sein und dir davon erzählen.

MIKA – Challenge: Tag 99

Heute hat ein lieber Mensch seinen Partner und den Vater des gemeinsamen Kindes verloren. Krebs. Man kann sich fragen, was es an so einem Tag für einen Grund gibt, um dankbar zu sein. Aber es gibt einen. Wie schon bei Mikas Tod bricht gerade eine Welle der Solidarität los. Viele Menschen machen sich Gedanken und planen gemeinsam, wie man die Situation ein bisschen leichter machen kann. Wie man helfen kann. Was man für die kleine Familie tun kann. Dafür bin ich sehr dankbar. Und ich hoffe, dass für diese kleine Familie genauso wunderbare Dinge getan werden können, wie sie für uns getan wurden.

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