Was ich noch wollte…

Ich wollte doch noch so viel. So viele schöne Dinge wollte ich mit dir tun. Ich wollte dir so viel zeigen. Ich wollte dich krabbeln sehen, und laufen. Ich wollte hören wie du Mama sagst. Ich wollte deine ersten Zähnchen sehen. Wollte so gern sehen wie du das erste Mal ein Hemd trägst. Ich habe so viele schöne Dinge für dich, ich hätte dich so gern darin gesehen. Wollte gern sehen wie du mit deinen Spielsachen spielst. Ich wäre gern mit dir durchs Laub getobt und hätte dir alle Farben gezeigt. Wollte mit dir Schwimmen gehen. Dich in den Kindergarten bringen, ich habe sogar schon einen Koffer für dich. Deine kleinen Freunde kennenlernen. Marienkäfer mit dir betrachten und Schmetterlinge. Dir bei Nacht die Sterne zeigen, und den Mond. Ich wollte mit dir Erdbeeren essen und Schokolade, dir zeigen wie wunderbar die Welt schmeckt. Kirschen und Melonen und Eis. Wollte sehen wie du Fußball spielst, rennst und tobst. Wollte deine Stimme kennenlernen, mich darüber ärgern dass du so laut bist. Ich wollte dir meine Lieblingsbücher vorlesen, habe extra Momo gekauft, und die unendliche Geschichte gesucht. Wollte dir meine liebsten Computerspiele zeigen, meine liebsten Zeichentrickserien mit dir schaun. Mit dir Lego bauen und malen. Kneten und Basteln. Ich wollte mit dir Singen. Weihnachten mit dir feiern und in deine leuchtenden Augen sehen. Laterne singen mit dir, sehen wie du Geburtstagsgeschenke auspackst. Ich wollte mich doch über dich ärgern, weil du trotzig bist. Ich wollte mit dir Streiten. Dich trösten, wenn du traurig bist. Aufgeschlagene Knie küssen. Mit dir diskutieren, weil du dein Essen nicht magst. Ich wollte, dass du irgendwann ein großer Bruder wirst. Ich wollte mit dir über deinen Hausaufgaben verzweifeln. Wollte mit dir das erste Mal ins Kino gehen, und in den Zoo. Habe mir so viele Dinge ausgemalt und mich auf so vieles so schrecklich gefreut. Was mache ich jetzt mit all meinen Plänen? Wo soll ich hin mit meinen zerbrochenen Träumen? Es gibt nicht genug Tränen auf der Welt für all die Gelegenheiten, die wir nun verpassen. Ich wollte für immer für dich da sein. Ich vermisse dich, mein Schmetterling, mehr als Worte zu sagen vermögen. Und ich weine um dich, und um uns. Um all das, was hätte sein können und jetzt nicht mehr sein kann. Um all das Lachen und die Freude, aber auch um die Trauer, die Wut, die Langeweile, die Frustration. Ich wollte alles davon. Und kann doch nichts mehr davon bekommen.

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3 Gedanken zu “Was ich noch wollte…

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