Mika – Challenge: Teil 6

MIKA – Challenge: Tag 25

Heute bin ich dankbar über die Möglichkeiten der Verarbeitung, die mir das Internet bietet. Ich kann so leicht mit Menschen in Kontakt kommen, die das gleiche erlebt haben. Ich konnte aus jeder Situation heraus neben meiner Familie auch andere Menschen erreichen, die mir beigestanden haben. Ich kann Mikas Fotos und Videos zeigen. Ich kann in Mikas Blog erzählen. Ich kann mich in Gruppen über das Thema austauschen, alles Dinge die so einfach sind und so viel helfen, und doch so ’neu‘ sind und noch für die Generation meiner Eltern nicht so gewesen wären.

MIKA – Challenge: Tag 26

Heute hab ich einen Kacktag. So richtig. Und ich bin dankbar dafür, dass ich den haben darf. Und dass zu mir gesagt wird: das ist ok. Du darfst traurig sein. Du darfst ruhig den ganzen Tag heulen. Du darfst dich blöd fühlen. Du darfst zu Hause bleiben und nicht arbeiten. Du darfst dein Telefon abstellen und einfach mies drauf sein. Das ist in Ordnung. Wir erwarten nicht von dir, dass du funktionierst. Es würd uns wundern, wenn du es jeden Tag tätest. Darüber bin ich sehr froh.

MIKA – Challenge: Tag 27

Heut bin ich dankbar, dass manchmal alles einfach stinknormal ist. Ich bin ganz normal ins Büro gefahren, hab nen Tee getrunken, mich mit Arbeiten rumgeschlagen die mich mäßig interessiert und manchmal genervt haben. Habe mit Kollegen geredet, Büro-Buschfunk ausgetauscht. Fahre gleich ganz normal einkaufen, treffe mich heute Abend ganz normal mit Freunden. Auch wenn einem sowas beschissenes passiert ist und sich die Welt eigentlich nicht weiter drehen sollte, bin ich manchmal dankbar, dass vieles trotz allem was passiert ist sich immernoch so stinknormal anfühlt wie vorher. Es ist nicht ALLES überschattet. Ich kann mich ganz normal über eine nervige Aufgabe ärgern, und das ist echt sehr entspannend.

MIKA – Challenge: Tag 28

Das ist die nachgeholte Challenge von gestern, irgendwie ist so viel passiert dass ich nicht dran gedacht habe. Ich hab gestern erfahren, dass jemand gestorben ist. Kein Mensch, aber trotzdem jemand, der der Person sehr viel bedeutet hat. Ich bin dankbar, dass ich durch das, was passiert ist, jetzt weiß, dass die kleine Seele jetzt bei Mikas kleiner Seele ist und um sie herum flattert. In dieser Vorstellung kann ich immer Trost finden, wenn es um den Tod geht, und darüber bin ich dankbar.

MIKA – Challenge: Tag 29

Heut bin ich dankbar, dass es so viele Leute gibt, die dich auch nach deinem Tod besuchen wollen kleiner Mika. Das zeigt mir, wie sehr die Leute dich geschätzt haben. Und so muss ich ganz oft nicht allein gehen. Das macht es am Anfang einfacher.

MIKA – Challenge: Tag 30

Ich habe heute eine wunderbare Mama mit einem absolut zauberhaften Folgewunder kennengelernt. Ich bin dabei sogar für zwei Sachen dankbar. Einmal hat dieses wunderbare Kind mich angelächelt und fand es okay, dass ich es fest umarme und dabei weine, weil sie genau in Mikas Alter war. Und zum zweiten bin ich dankbar, weil ich dank diesem Folgewunder und seiner tollen Mama Mikas Milch nicht wegwerfen muss. Ich war seit Mikas Tod nicht mehr so glücklich über irgendwas.

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