MIKA – Challenge: Teil 5

MIKA – Challenge: Tag 20

Heute bin ich dankbar, dass ich es wieder schaffe, die kleinen Herausforderungen des Alltags zu meistern. Ganz banale Sachen. Aufstehen wenn der Wecker klingelt, zur Arbeit fahren, Termine planen oder ein ganz normales Gespräch führen. Das sind alles Sachen die auf einmal sehr schwer werden können. Ein Schritt nach dem anderen gehen sie dann langsam wieder. Dafür bin ich dankbar, denn auch wenn wieder Tage kommen, wo es schwieriger ist, werd ich mich erinnern können, dass ich es wieder konnte und dass das auch dann wiederkommen wird.

MIKA – Challenge: Tag 21

Ich bin dankbar für den ruhigen, wunderschönen Ort, an dem du jetzt liegst. Ich war heute zu Besuch und die Sonne im Wald, die Vögel und das Windrauschen schaffen eine besondere Atmosphäre zum nachdenken, zum traurig sein, zum sich unterhalten und um zur Ruhe zu kommen. Ich glaube, dass du da Frieden hast. Und dass auch wir da immer wieder unsere Verzweiflung abladen und ruhig werden können. Und wenn der Wind durch die Bäume fährt und die Sonne auf meinen Rücken scheint, dann ist es, als ob du mich sanft in die Arme nimmst und mein Haar streichelst.

MIKA – Challenge: Tag 22

Heut bin ich dankbar für das dicke Fell, das Mika mir geschenkt hat. Ich höre Dinge, die mir früher etwas ausgemacht hätten, und ich kann sie an mir abperlen lassen. Ich höre davon, dass manche meinen Weg für falsch halten und es ist mir egal. Niemand der nicht in meinen Schuhen gelaufen ist, kann ein Urteil fällen, weil es keinen ‚richtigen‘ und ‚falschen‘ Weg gibt. Es gibt kein Handbuch, in dem ein Weg aufgezeigt wird, wie man mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen hat, der für alle passt. Jeder Mensch ist einzigartig und so ist auch jeder Weg einzigartig. Ich bin dankbar, dass ich das sehen kann und dass mir deshalb manche Meinungen nicht wichtig sind, denn sie entstehen aus Unwissen.

MIKA – Challenge: Tag 23

Heut bin ich dankbar für die Kraft von anderen Himmelskindmamas, die mich besonders durch die ersten, schlimmsten Tage getragen hat und zum Teil immernoch trägt. Ich wünschte es müsste niemanden geben, der das erlebt hat und deshalb weiß, wie man vielleicht ein bisschen helfen kann und was man sagen kann. Aber dennoch bin ich dankbar, dass diese Mamas für mich da gewesen sind, durch dieses gemeinsame Schicksal irgendwie verbunden.

MIKA – Challenge: Tag 24

Ich bin dankbar, dass ich es schaffe, für andere da zu sein und erkennen kann, dass ich nicht die Einzige bin, der etwas Schlimmes passiert ist. Ich habe erkannt, dass mich das, was passiert ist, noch empathischer gemacht hat und ich deshalb nicht nur mich auffangen lasse, sondern auch andere Menschen auffangen kann, und darüber bin ich froh. Ich hatte erwartet, dass ich bei allem, womit man mich konfrontiert denke: ja das ist schlimm, aber längst nicht so schlimm wie was uns passiert ist. Und genau das ist nicht passiert. Dafür bin ich dankbar.

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